Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten

Mit der Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten hast du auf jeden Fall einen sicheren Job in der Tasche. In diesem Job bist du nämlich zuständig für alles vor und nach einer Gerichtsverhandlung passiert. Du schreibst Protokolle, organisierst Akten und stehst für Fragen von Bürgern bereit! Möchtest du mehr über diese Ausbildung erfahren, dann lies unbedingt weiter.

Überblick:

Deine Anforderungen im Überblick

  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Verantwortungsvolles Handeln
  • Verschwiegenheit
  • Kommunikative Fähigkeiten

Deine Aufgaben und Anforderungen in deiner Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten

Die Aufgaben in deiner Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten sind auf jeden Fall etwas für dich, wenn du sehr organisiert bist und vor allem sehr strukturiert und sorgfältig arbeiten kannst. In diesem Job kommt es nämlich darauf an, dass du Fristen genau im Blick behältst, sowie Akten sortierst und verwaltest. Bei Verhandlungen oder Vernehmungen schreibst du alles mit und führst Protokoll. Ebenfalls kümmerst du dich um das Rechnungswesen, bei dem du zum Beispiel eine Gebührenberechnung für Gerichtsverfahren erstellst. Zudem sind deine kommunikativen Fähigkeiten gefragt, wenn du Bürger*innen beratend zur Seite stehst. Bei anstehenden Verhandlungsterminen kümmerst du dich um die Vorbereitung, sowie das Aushängen der Termine, vor dem Gerichtssaal. Du erledigst den Schriftverkehr und trägst Dateien, sowie Karteien in beispielsweise das Handelsregister ein. Dein Arbeitsplatz wird also meistens im Büro und in Gerichtssälen sein. Manchmal kann es aber vorkommen, dass du auch mal in den Außendienst gehst.

Länge und Ablauf deiner Ausbildung

Deine duale Ausbildung dauert drei Jahre, in denen du in deinem Ausbildungsbetrieb arbeitest und ebenfalls die Berufsschule besuchst. Danach hast du deinen Abschluss im öffentlich Dienst.

Wo kannst du deine Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten anfangen?

Du hast einen großen Pool an Betrieben, aus denen du wählen kannst. Du kannst zum Beispiel bei Notariaten und Rechtsanwaltskanzleien anfangen, sowie bei Staatsanwaltschaften. Ebenso kannst du in Verwaltungs-, Zivil- oder Strafgerichten bewerben.

Wenn du wissen möchtest, woran du den richtigen Ausbildungsbetrieb ausmachst, schau doch mal hier rein.

Wie viel verdienst du in deiner Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten?

Durchschnittlich verdienst du im:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.037€ pro Monat
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.091 € pro Monat
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.141 € pro Monat

Diese Fächer solltest du beherrschen wenn du eine Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten starten möchtest

Natürlich musst du kein/e Einser-Schüler*in sein, um die Ausbildung gut bewältigen zu können. Es macht es dir aber deutlich einfacher die Lerninhalte deiner Ausbildung zu verstehen und aufnehmen zu können.

Mathematik

Mathe brauchst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall. Wie du schon gelesen hast, kümmerst du dich um das Rechnungswesen und das Berechnen von Fristen. Besonders wichtig sind also die Inhalte der Kosten- und Zinsberechnung. Wenn du also nicht mehr genau weist, wie eine Kurvendiskussion geht oder man einen Quader berechnet, macht das nichts.

Wirtschaft

Wirtschaft belegt man meist in Zusammenhang mit Politik, da die Fächer eng zusammenhängen. Wenn du also in PoWi Spaß an den Inhalten hattest und Interesse zeigen konntest, werden dir einige Lerninhalte in deiner Ausbildung wesentlich leichter fallen und du wirst Zusammenhänge schneller erfassen können.

Deutsch

Hierbei kommt es vor allem auf deine Schreibaffinität und Ausdrucksweise an. Du musst hier natürlich keine Gedichtsanalyse schreiben. Wenn du aber gut darin bist Sachverhalte komprimiert und auf das Wesentlichste zusammenzufassen, dann werden dir die Aufgaben im Ausbildungsbetrieb einfacher fallen.

Recht

Das ist ein eher seltenes Fach in der Schule, wenn du aber Glück hattest und hier schon mal reinschnuppern konntest, wird dir dein Vorwissen auf jeden Fall zu Gute kommen. Falls du wenig bis keine Berührungspunkte im Fach Recht hattest, ist das überhaupt nicht schlimm, da es wahrscheinlich vielen deiner Azubi-Kolleg*innen genauso geht.

Weiterbildungen nach deiner Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten

Nachdem du erfolgreich deine Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten abgeschlossen hast, bieten sich weiterhin einige Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Du kannst natürlich Fortbildungen belegen, die meist vom Arbeitgeber sogar bezahlt werden. In diesen Seminaren kannst du in deinem Aufgabenbereich oder in den Bereichen, in denen du am liebsten arbeitest, dich fortbilden. Darunter fällt zum Beispiel deine kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern.

Möchtest du aber weiter aufsteigen, dann ist eine berufliche Weiterbildung dein Weg. Du kannst, wie in einigen Ausbildungsberufen, deine/n Betriebs- oder Fachwirt*in machen. Ebenfalls bietet sich die Möglichkeit eine Weiterbildung zum/ zur Gerichtsvollzieher*in zu machen.

Wenn du einen Hochschulabschluss hast, kannst du nach deiner Ausbildung natürlich auch in Erwägung ziehen ein Studium anzufangen. Hierbei wirst du vor allem zu Beginn des Studiums einen großen Vorteil haben, da du bereits einige Erfahrungen und Wissen über die Materie bekommen konntest. Dabei zeigen sich einige Studiengänge für dich auf. Du kannst Studiengänge von Rechtswissenschaften über Wirtschafts- und Verwaltungsrecht bis zu Management Studiengängen, wie dem Studiengang „Public Management“, auswählen, um für dich das Passende finden.

Du siehst also nach deiner Ausbildung bieten sich sehr viele Möglichkeiten.

FAQ

Wie viel verdient ein Justizfachangestellter?

Als Justizfachangestellter verdient man durchschnittlich 1.090€ pro Monat.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre.

Welchen Abschluss brauche ich für die Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten?

Meistens werden Personen mit Hochschulabschluss bzw. Abitur eingestellt.

Wie viel verdiene ich nach der Ausbildung zum/ zur Justizfachangestellten?

Dein Einstiegsgehalt als Justizfachangestellte*r liegt bei 1.900€. Hinzu kommen aber noch Abzüge, wie Versicherungen und Steuern. Je länger du in einem Job arbeitest, desto mehr kannst du auch verdienen, vor allem, wenn du dich verbeamten lassen möchtest oder Weiterbildungen abschließt.

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