Egal, ob Du der Neue in einem Unternehmen mit fünf oder 50 Mitarbeitern bist – Einführungen können schwierig sein. Sich richtig vorzustellen ist jedoch ein sehr wichtiger Schritt, um sowohl berufliche als auch persönliche Beziehungen zu Deinen Kollegen aufzubauen.

Dann weißt Du, was Du als Nächstes tun musst. Letztendlich sollte es aber Aufgabe der Personalabteilung oder Deinem Vorgesetzten sein, frühzeitige Einführungen zu initiieren. Wenn er oder sie sich nicht darum kümmert, musst Du die Dinge vielleicht selbst in die Hand nehmen.

Wenn das der Fall ist, solltest Du proaktiv sein und einige oder alle dieser Tipps für die Einführung bei Deinem neuen Job/ Ausbildung umsetzen.

Frage nach einer Vorstellungsrunde

Wenn Du noch nicht allen vorgestellt wurdest, scheue Dich nicht, Deinen Vorgesetzten zu fragen, ob er oder sie bereit ist, Dich Leuten vorzustellen. Du kannst es beiläufig ansprechen, um nicht fordernd oder aufgeregt zu klingen.

Sage einfach: „Ich habe angefangen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wer hier arbeitet und mit wem ich zusammenarbeiten werde, aber ich bin noch etwas unsicher. Hätten Sie vielleicht 10 Minuten Zeit für eine Vorstellungsrunde?“

Ergreife selbst die Initiative und stelle Dich vor

Wenn Dein Vorgesetzter nicht erreichbar ist, nutze Deinen gesunden Menschenverstand (oder frage herum), um herauszufinden, mit wem Du wahrscheinlich zusammenarbeiten wirst und stelle Dich dann, wenn möglich, persönlich bei der Person vor. Wenn Du in einem kleinen Unternehmen arbeitest, sollte es relativ einfach sein herauszufinden, mit wem Du tagtäglich zusammenarbeiten wirst.

Sobald Du das herausgefunden hast, solltest Du Dich persönlich vorstellen und dabei so freundlich und einnehmend wie möglich sein. Deine Vorstellung kann ganz einfach sein. Du solltest natürlich Deinen Namen und die Rolle, die Du übernimmst, nennen. Es kann auch hilfreich sein, einen kleinen Einblick in Deine bisherigen Erfahrungen zu geben (z. B. in welchen Vereinen oder Teams Du bist und was Du dort machst), damit Deine Kollegen einen Eindruck von Deiner Perspektive und Deinen Arbeitsabläufen bekommen. Es ist üblich, auch ein oder zwei persönliche „lustige“ Fakten mitzuteilen, wie z. B. deine Interessen oder ein Hobby.

Der „Elevator Pitch“ – eine Präsentation, die nicht länger ist als die Zeit, die man braucht, um mit dem Aufzug zu fahren – den Du vielleicht schon bei der Ausbildungssuche verwendet hast, eignet sich gut für eine schnelle Vorstellung.

Frage nach einem Organigramm

So erhältst Du eine klare Vorstellung davon, an wen Du Dich wenden kannst und mit wem Du zusammenarbeiten wirst. Wenn Du in einem großen Unternehmen arbeitest, ist die Struktur des Ausbildungsbetriebs vielleicht nicht sofort ersichtlich.

Scheue Dich nicht, Deinen Ansprechpartner in der Personalabteilung zu fragen, ob er Dir ein „Organigramm“ zur Verfügung stellen kann, damit Du ein Gefühl dafür bekommst an wen Du berichten wirst und wen Du um Hilfe bitten kannst.

Lerne Deinen Arbeitsplatz kennen

Frage Deinen Ausbildungsleiter, mit wem Du am häufigsten interagieren wirst und achte besonders darauf, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Stelle Dich für alle Fragen zur Verfügung, die sie über Dich haben könnten und sei empfänglich für jegliches Feedback oder Erkenntnisse, die sie über ihre Rolle und Deine zukünftige Arbeitsbeziehung haben könnten. Es könnte sogar eine gute Idee sein, Mitarbeiter, mit denen Du eng zusammenarbeiten wirst, auf einen Kaffee, ein Mittagessen oder ein Getränk nach der Arbeit einzuladen, um sie in einem etwas weniger formellen Rahmen kennen zu lernen.

Gleichzeitig solltest Du einen guten Start hinlegen und Dich bemühen, jeden an Deinem Arbeitsplatz zu begrüßen und sei es nur mit einem Lächeln und einem „Hallo“.

Verschicke eine Follow-Up-Email

Du musst Dich nicht mit jeder einzelnen Person in Verbindung setzen, aber nachdem Du Leuten vorgestellt wirst, mit denen Du eng zusammenarbeiten wirst, ist es immer eine gute Idee, eine kurze Follow-Up-Mail zu schicken.

Es muss nicht kompliziert sein:

„Hallo Markus!

es war toll, Sie heute kennenzulernen! Vielen Dank für die Hintergrundinformationen, die Sie uns gegeben haben.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und bitte melden Sie sich, wenn Ihnen noch etwas einfällt, das für mich nützlich wäre, oder wenn Sie irgendwelche Fragen haben.

Beste Grüße,

Philipp“

Verfolge einen ähnlichen Ansatz, wenn Deine Ausbildung im Homeoffice stattfindet

Wenn Du Deine Ausbildung im Homeoffice beginnst, ist es genauso wichtig – wenn nicht sogar noch wichtiger – sich bei den Kollegen vorzustellen, als bei einer Ausbildung vor Ort. Auch wenn die meiste Kommunikation über E-Mail, Chat-Programme und Videomeetings stattfindet, musst Du die Namen und Titel der Personen kennen, mit denen Du häufig zu tun haben wirst, um Dich wohl zu fühlen, wenn Du mit ihnen sprichst.

Hoffentlich schickt Dein Vorgesetzter E-Mail-Einführungen an Dein gesamtes Team und an andere wichtige Personen, mit denen Du zusammenarbeiten wirst. Wenn nicht, wende die gleichen Strategien wie oben an – bitte um eine Vorstellung. Dann kannst Du schnelle Treffen per Video-Chat oder Telefon vereinbaren oder Chat-Programme verwenden, um „Kennenlern-Gespräche“ zu führen.

Es ist kein Problem, wenn Dir nicht gleich jeder vorgestellt wird

Nimm es nicht gleich persönlich, wenn nicht jeder Zeit für ein Vorstellungsgespräch hat. Die Leute sind beschäftigt und je nach Status im Unternehmen wissen sie vielleicht noch nicht einmal von dem Einstellungsprozess für Deine Ausbildung (oder sind daran beteiligt).

Trotzdem hast Du vielleicht das Gefühl, dass Du jemanden kennenlernen müsstest. Egal, ob es sich um jemanden handelt, der später über Dein Gehalt und Deine Beförderung entscheidet, in Deiner Abteilung arbeitet, für Deine Arbeit wichtig ist oder an Deinem Vorstellungsgespräch beteiligt war, zögere nicht, sich an Deinen Ausbildungsleiter oder Deinen Ansprechpartner in der Personalabteilung zu wenden und zumindest um eine Vorstellung per E-Mail zu bitten.

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