Philipp Klein von StudyAds gibt seine Top-Tipps zur Erstellung eines erfolgreichen und lesbaren Lebenslaufs - hat er was vergessen? Dann schreibe es in die Kommentare.

Wenn es darum geht, sich für eine Ausbildung zu bewerben, könnte Dein Lebenslauf genau das Richtige sein, um den ersten Fuß in die Tür zu bekommen und sich ein Vorstellungsgespräch zu sichern. Wie aber stellst Du sicher, dass Dein Lebenslauf zum Stapel der Vorstellungsgespräche hinzugefügt wird und nicht direkt in den Mülleimer wandert?

Einen erfolgreichen Lebenslauf zu erstellen ist einfach, wenn man weiß wie. Es geht darum, all Deine Fähigkeiten und Erfahrungen auf die Stelle, für die Du Dich bewirbst, abzustimmen. Aber was, wenn Du nicht die richtigen Kriterien erfüllst? Nun, ich habe die folgenden Tipps zusammengestellt, um Dir bei der Erstellung eines erfolgreichen Lebenslaufs zu helfen und Deinen ersten Ausbildungsplatz zu sichern.

Die richtige Grundlage schaffen

Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, einen Lebenslauf zu schreiben, aber es gibt einige allgemeine Abschnitte, die Du abdecken solltest. Dazu gehören: Persönliche Informationen und Kontaktdaten, Ausbildung und Qualifikationen, beruflicher/schulischer Werdegang und/oder Erfahrung, für die betreffende Stelle relevante Fähigkeiten, eigene Interessen, Leistungen oder Hobbys und, wenn schon vorhanden, Referenzen.

Beschränke Dich auf maximal zwei A4-Seiten

Ein guter Lebenslauf ist klar, prägnant und bringt alle wichtigen Punkte auf den Punkt, ohne zu schwafeln. Du brauchst nicht dutzende Seiten – fasse Dich kurz und bündig. Ein Lebenslauf ist eine Bestätigung für einen potenziellen Arbeitgeber. Es ist eine Chance, die richtigen Punkte anzukreuzen. Wenn alles erfüllt ist, steigen die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch. Außerdem erhalten Arbeitgeber ständig Dutzende Lebensläufe, sodass es unwahrscheinlich ist, dass sie jeden einzelnen von vorne bis hinten lesen. Die meisten werden sich ein Urteil über einen Lebenslauf innerhalb von Abschnitten bilden, halte Dich also an ein Maximum von zwei A4-Seiten.

Verstehe die Stellenbeschreibung

Die Hinweise stehen in der Stellenbeschreibung, also lies die Details von Anfang bis Ende. Mache Dir Notizen und erstelle Aufzählungspunkte, wobei Du alles markierst, was Du erfüllen kannst und alles, was Du nicht erfüllen kannst. Fülle die Lücken in den Bereichen, in denen Dir etwas fehlt, indem Du die Fähigkeiten, die Du hast, anpasst. Wenn die betreffende Ausbildung zum Beispiel jemanden mit Verkaufserfahrung erfordert, spricht nichts dagegen, eine Arbeit im Einzelhandel oder einen Barjob zu verwenden, die Du bereits ausgeübt hast – selbst wenn es etwas war, um Dein Taschengeld während der Schulzeit zu verbessern. So kannst Du zeigen, welche Fähigkeiten Du hast und wie diese übertragbar sind.

Passe Deinen Lebenslauf an die Stelle an

Wenn Du herausgefunden hast, was die Ausbildung beinhaltet und wie Du die einzelnen Anforderungen erfüllen kannst, erstelle einen Lebenslauf speziell für diese Ausbildung. Denke daran, dass es so etwas wie einen generischen Lebenslauf nicht gibt. Jeder Lebenslauf, den Du an einen potenziellen Mitarbeiter schickst, sollte auf die jeweilige Stelle zugeschnitten sein. Sei also nicht faul und hoffe, dass ein allgemeiner Lebenslauf funktionieren wird, denn das wird er nicht.

Erstelle für jede Ausbildung, auf die Du Dich bewirbst, einen einzigartigen Lebenslauf. Du musst nicht alles neu schreiben, sondern nur die Details anpassen, damit sie für die Personalverantwortlichen relevant sind.

Mache das Beste aus Deinen Fähigkeiten

Vergiss nicht, im Abschnitt „Fähigkeiten“ Deines Lebenslaufs Schlüsselqualifikationen zu erwähnen, mit denen Du Dich von der Masse abheben kannst. Dazu könnten gehören: Kommunikationsfähigkeit, Computerkenntnisse, Teamarbeit, Problemlösung oder sogar das Sprechen einer Fremdsprache. Fähigkeiten können an den unwahrscheinlichsten Orten erworben werden. Denke also darüber nach, was Du bisher getan hast, um Deine eigenen Fähigkeiten zu erweitern, auch wenn Du zum Beispiel in einer Fussballmanschaft warst oder in einem freiwilligen Verein tätig warst – all das ist relevant.

Das Beste aus Deinen Interessen machen

Hebe unter Interessen die Dinge hervor, die Deine erworbenen Fähigkeiten verdeutlichen und nach denen Arbeitgeber suchen. Beschreibe Beispiele für verantwortungsvolle Positionen, die Arbeit in einem Team oder alles, was zeigt, dass Du Deine eigene Initiative gezeigt hast. Zum Beispiel, wenn Du die Schulzeitung geleitet hast oder wenn Du eine Wochenendliga-Fussballmannschaft gegründet hast, die zum Erfolg wurde.

Füge alles ein, was zeigt, wie vielfältig interessiert und qualifiziert Du bist. Füge keine passiven Interessen wie Fernsehen oder einsame Hobbys ein, die als mangelnde soziale Kompetenz wahrgenommen werden können. Lasse Dich wirklich ‚interessant‘ rüber kommen.

Das Beste aus Deinen Erfahrungen machen

Verwende in den Abschnitten zum beruflichen Werdegang und zur Berufserfahrung eine selbstbewusste und positive Sprache, wie z. B. „entwickelt“, „organisiert“ oder „erreicht“. Versuche, die Fähigkeiten, die Du bisher erlernt hast, auf die Ausbildung zu beziehen, für die Du Dich bewirbst. Zum Beispiel: „Die Arbeitserfahrung beinhaltete die Arbeit in einem Team.“ oder „Der Nachhilfelehrer beinhaltete Planung, Organisation und Führung.“.

Gehe wirklich auf die wertvollen Fähigkeiten und Erfahrungen ein, die Du in früheren Minijobs gesammelt hast, auch wenn es nur die Arbeit in einem Restaurant war – jedes bisschen hilft.

Referenzen einbeziehen

Referenzen sollten von jemandem stammen, der Dich in der Vergangenheit beschäftigt hat und sich für Deine Fähigkeiten und Erfahrungen verbürgen kann. Wenn Du noch nie gearbeitet hast, kannst Du auch einen Lehrer oder Tutor als Referenz angeben. Versuche, wenn möglich, zwei anzugeben.

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