Mit dem Start einer Ausbildung kommt es häufig auch zu der Frage: Muss ich eine Steuererklärung machen? Das wichtigste gleich vorab, als Azubi muss du das in der Regel nicht. Es kann aber trotzdem sinnvoll für dich sein, dir das Thema Steuererklärung genauer anzusehen, denn du kannst einiges an Geld sparen.

Sollte ich als Azubi eine Steuererklärung machen?

Der Staat hat einen Grundfreibetrag festgelegt, ab der Steuern gezahlt werden müssen. Diese steigt jährlich etwas an. So sind es im Jahr 2021 9.744 Euro (812 Euro im Monat), die im Jahr 2022 ansteigen auf 9.984 Euro (832 Euro im Monat). Die meisten Azubis haben ein Gehalt unter diesem Betrag und müssen keine Steuern zahlen.

Tipp: Du kannst auf deiner Gehaltsabrechnung nachschauen, ob du Steuern zahlst (Lohnsteuer).

Wann solltest du also eine Steuererklärung machen? Zum einen sollte dein Gehalt über den Grundfreibetrag liegen. Der andere wichtige Punkt sind die sogenannten Werbungskosten. Damit meint der Staat die Kosten, die bei dir entstehen z.B. für Fahrtkosten zum Ausbildungsbetrieb, spezielle Schutzkleidung und Lernmaterialien. Das Finanzamt geht automaisch davon aus, dass du 1.000 Euro Werbungskosten im Jahr hast. Wenn du also mehr für deine Ausbildung ausgegeben hast, bekommst du Geld zurückerstattet.

Warum eine Steuererklärung für dich sinnvoll sein kann:

Auch wenn dein Gehalt unter dem Grundfreibetrag und auch deine Werbungskosten unter 1.000 Euro liegen, kann eine Steuererklärung Sinn für dich machen. Denn auch wenn du erst einmal nichts zurückbekommst, kann du deine Kosten in das nächste Steuerjahr mitnehmen (Verlustvortrag). Das bedeutet konkret, dass du weniger Steuern zahlen musst, wenn du z.B. als ausgelernte Fachkraft mehr verdienst, weil dir durch deine Ausbildungsjahre Kosten entstanden sind.

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